Wie lange muss für eine S-Klasse gearbeitet werden: CS-Dougan vs. durschnittliche Schweizer/-in
 

Douganologie

91 Millionen. Mit dieser bescheidenen Summe liess sich Brady Dougan seine Tätigkeit bei der Credit Suisse im letzten Jahr vergolden. 20 Millionen als Jahresgehalt mit den "üblichen" Boni, plus 71 Millionen aus einem zusätzlichen Bonus-Programm der Grossbank. Das tönt nach viel. Trotzdem ist es schwer, sich hinter diesen nackten Zahlen etwas Konkrets vorzustellen.

Deshalb habe ich einen kleinen Vergleich unternommen, um den Abzocker-Lohn von Dougan ins Verhältnis zu setzen. Dazu nehme ich den Schweizer Medianlohn, im Vergleich zu dem 50% der Schweizer/-innen weniger und 50% mehr verdienen. Er beträgt heute Fr. 5'823 im Monat oder Fr. 69'876 im Jahr.

Wichtiger als der blosse Geldbetrag ist allerdings die Kaufkraft eines Lohns. Also was und wie viel kann ich mir mit dem Lohn kaufen? Und vor allem, wie lange muss ich dafür arbeiten? Wenn man nun sieht wie kurz Dougan im Gegensatz zum/zur  durchschnittlichen Schweizer/-in, der Median-Lohn-Bezüger/-in, für einzelne Produkte arbeiten muss, wird einem erst bewusst, wie absurd sein Gehalt überhaupt ist.

Nehmen wir zum Beispiel einen Big Mac. Dougan muss gerade mal 1 Sekunde lang dafür arbeiten, ein/-e normale/-r Schweizer/-in dagegen ganze 11 Minuten:

Big Mac

Gut, man mag sagen, 11 Minuten sind auch nicht wirklich lange und zuviel Hamburger sowieso ungesund. Darum ein weiteres Bespiel, ein Flug von Zürich nach New York:

New York

Und wie sieht's mit einem Auto aus dem Luxus-Segment aus, z.B. einem Mercedes S-Klasse ?

S-Klasse

Mit 5 Stunden muss Dougan im Gegensatz zu anderen Produkten geradezu arbeiten! Aber dennoch bleiben es nichts zu 1 Jahr und 8½ Monaten, die ein/-e durchschnittliche Schweizer/-in tätig sein muss. Natürlich ohne Geld für anderes auszugeben.

Wenn du dich also - wie ich - einmal mehr bestätigt fühlst, für gerechte Löhne und gegen Abzocker wie Dougan einzustehen, mach doch am schweizweiten 1:12-Sammeltag am 17. April mit!

Kommentare

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Neider

Ihr seid wohl Neider und habt von Wirtschaft nicht viel Ahnung. 1:12 macht uns WettbewerbsUNfähig! Überlegt euch bitte auch einmal, wie viel Steuern diese Gutverdiener bezahlen! Zudem kurbeln sie mit Konsum die Wirtschaft an und schaffen Arbeitsplätze.

Medianlohn

Die Verwendung des Medianlohns ist problematisch. Um seriös zu bleiben, sollte auch der Durchschnittslohn daneben gestellt werden, denn dieser ist etwas ganz anderes, obwohl die meisten auf den ersten Blick denken, dass es das gleiche sei. Beispiel: Ein Schüler hat in einem Fach eine 3, eine 4 und eine 6 geschrieben. Durchschnitt ist Summe aller Noten geteilt durch drei, also 4.33 Der Median beträgt aber lediglich eine 4, denn bei dieser Note liegen 50% drüber und 50% drunter. Was würde der Schüler wohl sagen, wenn ich ihm eine 4 statt eine 4.5 ins Zeugnis schriebe?

Sali Gast, du Namensdieb ;)

Sali Gast, du Namensdieb ;) Ich bin dann ab sofort "erster Gast". Sowohl Mittelwert, wie auch Median und Modus haben einzeln eine beschränkte Aussagekraft. Um ein umfassendes Bild abzugeben, sollten nicht nur diese drei Werte, sondern auch noch eine Grafik angefügt werden. Um ein wenig Klarheit zu verschaffen, hier ein kleines Statistikseminar: Mittelwert: Summe aller Werte geteilt durch die Anzahl dieser Werte Bsp: 40'000, 50'000, 210'000 -> Summe: 300'000 geteilt durch 3 -> Mittelwert: 100'000 Median: mittlerer Wert (gleichviele grössere wie kleinere Werte gibt) Bsp: 40'000, 50'000, 210'000 -> mittlerer Wert -> Median: 50'000 Modus: Wert, der am häufigsten vorkommt Bsp: 3, 3.5, 4, 4, 4.5, 4.5, 4.5, 5, 5, 5, 5.5 -> Modi: 4.5 und 5 (je dreimal) (Mittelwert: 4.4, Median 4.5) Aus diesen Werten kann man einiges lesen. Wenn der Mittelwert beispielshalber grösser als der Median ist, ist die Grafik linksgipflig. Hat der Modus mehrere Werte, kann es sein, dass die Grafik mehrere Höhepunkte hat, was Median und Mittelwert wiederum relativiert.

Genau das meine ich ja. Es

Genau das meine ich ja. Es gibt keine richtigen oder falschen Mittelwerte. Einen einzelnen als verzerrt zu bezeichnen ist völlig falsch, allein schon, weil ein solches Adjektiv völlig subjektiv ist und sich mathematisch nicht fassen lässt. Gebe ich aber zwei oder mehrer verschiedene Mittelwerte an, so lassen sich damit Aussagen über die Verteilung machen. Verzerrend ist es also, wenn nur ein Mittelwert angegeben wird, weil natürlich jeder den nehmen wird, welcher im gerade am besten in sein Konzept passt.

Der Durschnittslohn ist verzerrt

Wir haben den Median genommen, weil er weit weniger verzerrt ist als der Mittelwert. Der Mittelwerts-Lohn ist in der Schweiz wie auch in allen anderen Ländern weitaus höher als der Medianlohn, weil er durch die allerobersten Einkommen, die weit mehr verdienen als der oder die Durschnitts-Schweizer/-in "künstlich" hochgedrückt wird. Der Median gibt eher wieder, was der oder die Schweizer/-in im Durchschnitt verdient. Darum wird er auch von den Meisten - nicht nur von uns - in diesem Zusammenhang verwendet.

Hat man nun einen der

Hat man nun einen der Sündenböcke gefunden? Ich zahle genau gleich viel Zinsen für die Miete und erhalte auch gleichwenig Zinsen für meine PK und 3te Säule, egal bei welcher Bank ich bin. Auch das Telefonieren und Krankenkasse wird nicht billiger. Es ist moralisch verwerflich das ein Ospel nicht Farbe bekennen muss, am Ende aber ist meine Wohnung gleich teuer wie vieles andere auch. Da ändert es wenig wenn ein paar Abzocker weniger werden. Ich denke das Problem der Gerechtigkeit kann nicht nur damit gelösst werden das wenige Reiche weniger haben, sondern das auch weniger Vermögende weniger Bezahlen. Es gibt auch noch viele andere Ungerechtigkeiten wo die Hochfinanz wenig oder nichts zu tun hat. Auch wird gerne verkannt das gut Verdienende viel Steuern, Abgaben bezahlen und Unternehmer Arbeitsplätze schaffen. Wünsche viel erfolg mit der 1:12 Initiative

Die Juso erinnern mich mit

Die Juso erinnern mich mit ihren "revolutionären" Ideen und Vorschlägen an meine Sek- und frühe Lehrzeit. Auch da wollten wir die Welt (um uns herum) verbesser. Auch da schlugen wir Dinge vor, welche in der Umsetzung zu einem schlechteren Zustand geführt hätten. Dann kam der Arbeitsalltag, die Realität. Ich bemerkte, dass es mein Arbeitgeber war, der mein Bankkonto regelmässig auffüllte. Wenn es monatlich auch nur 404.- waren, wusste ich doch, dass es sich lohnte, da ich im Anschluss eine Ausbildung hatte, mit der mein Marktwert stieg. Nach der Lehre stiegen meine Klassenkameraden mit unterschiedlichen Löhnen ins Berufsleben ein und heute, knapp 5 Jahre später, sind die Unterschiede noch grösser, doch niemand denkt im Entferntesten daran, darin etwas Ungerechtes oder gar Unrechtmässiges zu sehen. Das ist unser System und es funktioniert zu 99%. Eure Wirtschaftsdemokratie macht das Ganze keinen Deut besser, im Gegenteil. Gegen die asozialen Abzocker haben wir alle etwas, doch dieses Problem lösen wir, indem wir z.B. den Aktionären mehr Rechte einräumen und ganz sicher nicht mit irgendeinem dahergerechneten Faktor 12. So riskieren wir, dass sich ein Manager bei schlechtem Geschäftsgang das 12-fache auszahlt, was im gegebenen Fall viel zu viel wäre, und sich auf das Gesetz stützt. Ausserdem bin ich dezidiert der Auffassung, dass ein sehr leistungsstarker Geschäftsführer auch mal mehr als 550'000.- verdienen darf, was mit eurer Initiative nicht mehr möglich wäre. Bei all meiner Kritik möchte ich aber erwähnt haben, dass ich die Absicht hinter euren Bemühungen gutheisse.

Du hast was falsch verstanden

es geht nicht drum, die Löhne der Manager zu beschneiden, es geht drum, dass diejenigen, die dem Manager diesen Lohn erarbeiten, auch ihren kleinen Anteil daran bekommen. Heute sinden die Löhne der arbeitenden ständig und die Manager gönnen sich im Schnitt 400 Prozent pro Jahr mehr, das ist keine marktwirtschaftliche Entwicklung, das ist Diebstahl, nicht nur den Angestellten gegenüber, sondern auch der Allgemeinheit, denn dieses Geld fehlt am Ende allen und belastet unseren Sozialstaat.

Minder löst das Problem nicht!

LiebeR Gast. Sie analysieren den Grund für unser politisches Treiben richtig: Ja, wir sind gewissermassen «revolutionär», wir geben uns nicht einfach mit dem ab, was ist. Aber das ist doch nicht verkehrt. Auch Demokratie galt früher als revolutionär, ebenso die Menschenrechte oder gar die staatliche Altersvorsorge. Und keine Angst, wir arbeiten auch. Und Sie sagen es auch richtig: Das ist unser System, und es funktioniert auch zu 99 %. Nur, was bedeutet funktionieren?

  • In der Schweiz haben wir ein paar wenige, die Millionen verdienen, gleichzeitig tausende, die hundertprozentig arbeiten müssen, und nicht von ihrer Arbeit leben können weil es so unterbezahlt ist.
  • Wir haben weltweit Milliarden von Leuten, die täglich hungern, und abertausende, die täglich an Hunger sterben; während nota bene abertausende sich in ihren Villen bräunen und Champagner schlürfen.
  • Wir haben ein paar wenige «Manager», die so viel zu sagen haben, dass sie eine ganze Volkswirtschaft in den Ruin treiben können - nota bene nicht demokratisch legitimierte Manager.

Sie sehen. Neoliberalismus funktioniert so, wie er es sollte. JedeR strebt nach noch mehr, ein paar bekommen auch mehr, während dem ganz viele nichts abbekommen.

Nun zu Ihrem versteckten Erwähnen der Minderinitiative: Man muss leider sehr naiv sein, um zu glauben, dass eine AktionärInnendemokratie solche Exzesse verunmöglicht. Wer ist den AktionärIn, wer hat das sagen bei UBS und Co.? Nein, nicht ich und Sie, die ein paar wenige Stimmen haben. Wirklich was zu sagen haben die grossen KapitalgeberInnen, die natürlich auf der Unternehmensseite sind, weil man risikogeile VerwaltungsrätInnen und CEOs gern wählt, da sie kurzfristig höhere Redite erzielen können. Allen voran sind unsere Pensionskassen grosse Kapitalgeberinnen, nur stimmen die nicht persönlich ab, sondern lassen sich durch unternehmensfreundliche RepräsentantInnen ersetzen.

Minders Initiative löst das Problem nicht. Übertriebene Löhne werden an Aktionärsversammlungen abgewunken wie die Wahl der StimmenzählerInnen.

Anders bei der 1:12-Initiative: Sie löst wirklich das Problem. Man kann nun darüber streiten, ob man den Faktor 12 einfach als dahergerechnet bezeichnen kann. Wir sehen darin ein passendes Verhältnis, dass nicht übertrieben tief oder übertrieben hoch ist. 1 zu 12 ist das Verhältnis zwischen Monatslohn und Jahreslohn. Übertrieben hoch wäre ein Verhältnis 1 zu 60, Minutenlohn und Stundenlohn. Aber was nicht stimmt, ist die Aussage über die 550'000 Franken: Auch die wären möglich. Ein hoher Lohn würde dann bedeuten, dass es dem Unternehmen gut geht. Wieso sollten dann aber die ArbeiterInnen nicht auch am Wachstum profitieren dürfen? Wenn der Geschäftsführer geil auf einen Lohn von einer Million ist, dann muss er halt seiner Putzfrau 7000 Franken statt 3800 Franken bezahlen.

Hoffentlich bekommen bei den

Hoffentlich bekommen bei den Aktionären jene mehr Stimmrecht, welche auch mehr Eigenkapital im Unternehmen haben. Das ist nur gerecht. Letztlich müssen sie auch bei Verlusten mehr haften. Ich glaube nicht, dass unbegründet hohe Löhne ohne weiteres durchgewinkt werden und sollte dies doch der Fall sein, so bluten letztendlich auch wieder die Aktionäre. Meine Devise ist: Lasst jene entscheiden, die davon betroffen sind! Und das gilt auch für eure Initiative. Es gibt tatsächlich Leute, die für die Firma mehr als 12mal soviel wert sind wie andere. Ihr kommt immer mit Managern, die 40 und 90 Millionen in einem Jahr verdienen. Bringt doch auch einmal jene Unternehmer, bei denen der Faktor 15 oder 20 der Fall ist. Erwähnt aber auch, wievielen Menschen sie Arbeit geben. Noch ein Kommentar zu deinem Vorschlag mit den 7000.- für den schlechtest verdienenden. Erstens werden dann alle jene keine Stelle mehr finden, die wirtschaftlich nicht attraktiv sind (ältere Leute; Leute mit Rückenproblemen; Leute, die geistlich nicht so beweglich sind ...) und zweitens schwächt ein solcher "Minimallohn" die Konkurrenzfähigkeit des Unternehmens. Unternehmer in der Schweiz haben viele Freiheiten, weshalb viele ausländische Firmen zu uns kommen. Das stärkt den Wirtschaftsstandort Schweiz enorm und deshalb stehen wir auch besser da als die umliegenden Länder. Wir sind das Land mit dem höchsten Wohlstand und der konkurrenzfähigsten Wirtschaft. Darauf dürfen wir auch stolz sein. Dass wir ein paar schwarze Schafe haben, weiss ich auch.

Wer sind die grossen Aktionäre?

Leider denkt man auch hier völlig in überholten Denkschemas. Die grossen Aktionäre sind (bei Konzernen) Pensionskassen nationaler und internationaler Herkunft. So viel mir bekannt ist, Stammen sechs der grössten UBS-Aktionäre aus dem angelsächsischen Raum. Und bei uns gibt es immer noch die naive Ansicht, dass es "pöse" Grosskapitalisten sind, welche die gewichtigsten Anteile besitzen. Mitnichten, meine Lieben! Churchill sagte mal über die Demokratie, dass sie die am wenigsten schlechte Staatsform aller möglichen Varianten sei. Vom Liberalismus muss man das selbe sagen: Der Liberalismus ist die am wenigsten schlechte Wirtschaftsform, die es gibt. Sozialismus gehört in die Gerümpelkammer der Geschichte. Die Menschen wollen keine durchreglementierten Kommandostaat. Sie sind keine Termiten!

Dauerthema Abzocker oder die permanente Vernebelungsaktion

Jetzt mal Hand auf's Herz: "Anti" kann doch kein Programm ersetzen? Glaubt Ihr tatsächlich, so das Rote Fiasko 2011 verhindern zu können? Was Ihr braucht, sind konkrete, glaubwürdige Alternativen. Und die bietet das "neue" SP-Programm kaum an. Steinzeitsozialismus, garniert mit neuen Wortschöpfungen wie z.B. "wirtschaftsdemokratisch". Hey Guys, Ihr und wir haben in Wirklichkeit ein riesiges Problem: Der Sozialstaat wie bisher lässt sich so kaum noch in die Zukunft retten. Ungarn hat sich schon vor Jahren überschuldet, weil immer mehr Sozialleistungen vor Wahlen versprochen wurden. Dasselbe jetzt in Griechenland... Ebenso in Portugal, Spanien, Italien. Nicht zu vergessen die etwa 50% hoffnungslos überschuldeten Kommunen und Städte. Und erst Frankreich! Noch vor wenigen Jahren "Vorbild" in Bezug auf Arbeitszeit (35 Stundenwoche!) für unsere Sozialdemokraten. Demgegenüber die Zweite und Dritte Welt. Die wollen doch auch ein klein bisschen Wohlstand? Dafür sind die Leute bereit, vor drei- vierhundert Euro monatlich die gleiche Arbeit zu leisten, wie ein deutscher Arbeiter mit 2'800 Euro netto. Aber wir wissen ja schon, um unseren Wohlstand zu erreichen, benötigen wir nicht einen Gobus, sondern deren vier bis fünf... Und die Sozialistischen "Bruderländer" gibt's leider (?) nicht mehr. China, Russland, Osteuropa, seit jüngstem auch Vietnam gebärden sich zunehmen "ur-"kapitalistisch. Ihre sozialistischen Experimente sind allesamt kläglich gescheitert. Aber Schlagworte sind einfacher, als diese komplexen Themen aufzugreifen.

Hmmm…

Mein lieber fleissiger Storch Ich nehme nun einmal nicht an, dass du nicht ernsthaft die 71 Millionen von Dougan rechtfertigen willst oder meinst, die im Artikel gezeigten Missverhältnisse unterstützt. Die 1:12-Initiative mag zwar nur ein kleiner Schritt auf dem Weg zu einer gerechteren Schweiz sein, aber es ist ein grosser für die JUSO und auch für die Schweiz. Wo du "anti" siehst, sehe ich nicht ganz… Der Sozialstaat lässt sich tatsächlich nur schwer so weiterführen, allerdings wegen den Bürgerlichen Abbauern, gegen die wir bereits das zweite Referendum am laufen haben.

Kurze Gegenfrage....

Wie viel Sozialstaat können wir uns auf der Insel des Wohlstands leisten in einer Welt, in welcher der Grossteil der Menschen bloss die Kinder als Altersvorsorge kennen, keine eigenes fliessendes Frischwasser zur Verfügung haben und oft nicht wissen, was sie am nächsten Tag essen sollen? Übrigens: Über die Hälfte unserer Steuereinnahmen werden von den oberen 10% der Einkommensklasse bezahlt.... dass bereits kleine Vermögen von Pensionären zur Quersubventionierung von Altersheimen einkassiert werden,...

Bla bla ?

oder kannst du das belegen? Sind es nicht gerade die schamlosen Diebe, die du so herzhaft verteidigst (zu denen zu auch zu gehören scheinst), die sich derart schamlos auf Kosten derer, die seit 10 Jahren einen permanenten Kaufkrafverlust hinnehmen müssen und auf kosten derer, die dank eurer Schamlosigkeit erst an der Zitze des Sozialstaates nuckeln müssen, und auf kosten derer, die sich wegen solchen Verbrechern krank schuften, die den Sozialstaat mit eben ihren Tagen aushöhlen und sich dank eben diesem sich immer mehr bereichern? Ich wage zu behaupten, dass deine Clicke mit ihren teils lächerlichen Pauschalsteuern und mit ihren steuerfreien Goodies, die Probleme des aufgeblähten Sozialstaates verschulden und da diese 10 % denen du nachkriechst, 99 % des Geldes einsacken, ist es ein Hohn, wenn diese nur 50 % der Steuern bezahlen, oder? Gerecht wäre es noch nicht einmal, wenn diese weit über 200 % der total erzielten Steuerkosten übernehmen würden. Womit du Recht hast, ist die Quersubventionierung: Die Armen zahlen deinen Reichen die Infrastruktur und die Armen, die Familien mit Kindern, die Alleinerziehenden etc. subventionieren dir deine Krankenkasse, deine Altersvorsorge, Schäme dich für deine dumme Behauptung.

Keine Argumente, bloss Schlagworte und Plattitüden...

... lieferst du in deinem Kommentar. Wir leben in einer freiheitlichen Leistungsgesellschaft. Leistung soll sich auch in Zukunft lohnen! Müssigang und parasitäres Verhalten eines geringen Teils der gepiercten, leistungsverweigernden, wohlstandsdekadenten und aller Werte freien Jugendlicher - stinkend, bettelnd und Bier saufend herumlungernd - widern uns an. In sozialistischen Staaten gab es die nicht. Klaro! Die steckte man dort nämlich in Arbeitslager...Den Stuss, den du von dir gibst, wäre eigentlich eines Kommentars nicht würdig. Trotzdem ist deine Denkweise symptomatisch: Fordern, und nochmals Fordern ohne Ende. Nichts ist leichter, als das Geld anderer Leute zu verteilen, nicht wahr? Das können doch die Sozis ausgezeichnet. Und auch du wirst wieder profitieren von den ach so "pösen" Banken, bzw. von deren Gelder, die sie und ihre Angestellten verdienen werden. Dein Traum: Kommunismus, d.h. alle haben nichts ausser den parteitreuen Aparatschiks und Funktionären. Akzeptier's doch endlich: Die Welt will das nicht mehr!

Welche Medis nimmst du?

Irgendwelchehallozinogene Substanzen nimmst du zu dir, dass du eine derart verschobene und verschwommene Sichtweise hast, lass dich betreuen, wenn du zurück ins Heim kommst. Klar, du willst deine Schätze, die du so mühsam zusammegehortet hast, weiterhin bekommen und mit ja niemandem teilen, aber dennoch hast du den Sinn für die Realität verloren. Gute Besserung und baldige Einsicht

Grüsst du mich aus dem schwarzen Block??

Viel Spass am 1. Mai Event-Day. Vergiss nicht, deine schwarze Gesichtsmaske überzuziehen, wenn du tapfer gegen den Kapitalismus kämpfst und die kleinen Geschäfte der meditäranen Imigranten zertrümmerst ;--))

Ernsthaft?

Weisst du Marabu, wir wissen schon Alternativen, wie ein Sozialstaat aussehen könnte. Ich könnte dir die Idee der Allgemeinen Erwerbsversicherung erklären, eine Idee die den Sozialstaat revolutionieren könnte: Einfacher, billiger und der Bedeutung des «Sozialwesens» näher: Wer nicht arbeiten kann, soll wenigstens ein existenzsicherndes Einkommen haben.

Die SozialdemokratInnen machen auch etwas dafür: Schenker Silvia hat ein Postulat eingereicht, um die Umsetzung der AEV überprüfen zu können. Aber zu deiner Bemerkung zur internationalen Solidarität:

Eine klare Antwort, eine umsetzbare Antwort kann ich dir als einfaches JUSO-Mitglied nicht. Wir haben eine Anaylse: Überglobalisierte und kapitalisierte Unternehmen erzielen Millarden von Rendite, die als Profit an reiche KapitalgeberInnen übergeht; oder gar in grosser höhe als Lohn eines «CEOs» ausbezahlt wird. Praktisch für nichts tun, allein das Kapital zu leihen, generieren diese KapitalistInnen noch mehr Kapital.

Ich habe in der Schule gelernt: Wenn ich fleissig bin und viel arbeite, werde ich mal reich. Denn aus Arbeit wird Geld generiert. Die JUSO gibt der Arbeit wieder einen Wert, 1:12-Intiniative nennt sich unsere Antwort. Sie schafft mehrverwertbares Kapital in Unternehmungen, schafft mehr Stellen, und damit auch weniger Ausgaben und mehr Einnahmen im ganzen Sozialwesen.

Ich bin überzeugt von deiner Aufrichtigkeit...

... welche basiert auf einem sehr einfachen Wirtschaftsbild. Wirtschaft, im speziellen Ökonomie, sind hochkomplexe Dinge, welche niemand in ihrer vollen Tiefe zu durchschauen vermag. Deshalb gibt es auch bloss verschiedene Theorien. Es handelt sich nicht um eine exakte Wissenschaft. Theorien basieren aber auf ein paar wenige Parameter, welche selbst wiederum selten konstante Grössen sind. Es gibt demzufolge für neue Theorien nur Mutmassungen, wie diese sich auswirken werden. So what? Wir können nur in reale Situationen schauen (zB. Ungarn, Griechenland, aber auch die USA oder GB,...) Vielleicht nehmen wir mal Ungarn, welches aus populistischen Gründen den Sozialstaat in wenigen Jahren enorm aufgebläht hat. Heute ist es so, dass rund die Hälfte der arbeitsfähigen Bevölkerung nicht arbeitet und sich von der anderen Hälfte "tragen" lässt. Stell dir vor, du würdest einen "Mindestrente" zur Existenzsicherung an alle von zB. Fr. 4'000.-- zahlen!! ... Aha, ... du denkst, Schmarotzer gäbe es keine? Und "böse, gierige" Menschen sind bloss Banker ;--)) ? Auf keinen Fall aber Staatsangestellte, die ihre Macht missbrauchen, künstlich sich Arbeit beschaffen, sich höhere Löhne und andere Vorteile zuschanzen (Aparatschiks) - Du denkst, das gibt es nicht. Da wären wir aber zB bei den hochkorrupten ungarischen Sozialisten oder der maroden Beamtenwirtschaft (über alle Parteien hinweg) des praktischen bankrotten Griechenlands... Du merkst, was ich sagen will. "L'homme peut changer le système, mais le système ne changera jamais l'homme" - Zitat - (Autor vergessen). Und noch was: JUSOS sind engagierte Menschen, die ich ernst nehme. Aber wie Richelieu schon sagte: "Wer mit zwanzig nicht links ist, hat kein Herz. Wer aber mit 40 immer noch links ist, keinen Verstand". Damit möchte ich schliessen. Schönen Abend!

Mindestrente

Nicht umsonst habe ich nicht von dem bedingungslosen Grundeingkommen gesprochen, sondern von einem gesicherten Grundeinkommen, dass ruhig an Bedingungen geknüpft werden kann. Ich sehe in den Niederlanden gute Lösungen: Wer arbeitslos wird, bekommt Arbeitslosengeld, der arbeitet aber auch dafür. Sei es an der Kasse, im Forstdienst, im Werkdienst, oder auch eigentliche Freiwilligenarbeit, Coaching von Fussballteams etc. Die wahre Lösung wäre nun mal Vollbeschäftigung, und die wäre auch möglich (sic!), wenn es nicht profitgierige KapitalgeberInnen und UnternehmensbesitzerInnen gäbe, und zugleich, wenn wir selbst ein bisschen flexibler wären: Ein arbeitslosgewordener Ex-Manager darf ruhig mal Fensterputzen, ein ehemaliger gutverdienender gymnasial Physiklehrer darf auch ruhig mal ein Haus bauen.

Dein Zitat vorletztes Zitat möcht ich nicht im Raum stehen lassen: Es ist einfach gesagt, und ist nicht vollkommen. Das System kann natürlich den Menschen in sich ändern, in dem es Denkweisen dem Menschen aufzwingt, oder gar pervetiert gesagt, ihn verkrüpelt oder tötet. Le système peut changer l'homme, mais l'homme dois changer le système. Dafür sind wir denk ich noch genug schlau, unabhängig ob man links oder rechts ist..

Le systeme ne changera pas l'homme.

Deine Aussage, dass das System den Menschen ändern könnte, widerspricht jeder naturwissenschaftlichen Erfahrung. Der Mensch ist das gefährlichste Raubtier auf diesem Planeten. Ursprünglich nur Jäger und Sammler, verstand er es dank seiner Intelligenz, seine körperliche Unterlegenheit mehr als bloss wettzumachen. Er ist ein egoistisches Wesen wie alle anderen Geschöpfe dieser Erde. Selbst scheinbar altruistische Handlungen lassen sich wieder auf seien egoistische Natur zurückführen. Die menschliche Zivilisation ist nur eine "dünne Decke", welche in ausserordentlichen Situationen (übermässig grosser Stress, Krieg und Not) weggezogen wird. Versucht der Mensch mit Ideologien eine "Neue Welt" zu implementieren, so muss das auf die Dauer immer scheitern. Die Propaganda muss immer lauter, die Farben immer schriller und vor allem Andersdenkende immer stärker totgeschwiegen und verfolgt werden. Beispiele: Jakobiner im 18./19. Jhd., Nationalsozialisten in Deutschland, Kommunisten in der Sowjetunion, Maoisten in der VR China, Rote Khmer in Kambodscha, etc. etc. Sozialismus hat in der Realität bis zum heutigen Tag nirgends reüssiert, und dort wo er zusammenbrach, herrscht heute leider oft "Steinzeitkapitalismus".

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Weiter so

Die Vergleiche sind gut veranschaulichen weiter die riesige und absurde Lohnspannweite, die wir hier in der Schweiz haben! Weiter so, Juso!